Blue Community Berlin

wasser ist wichtig

Pressemitteilung des Berliner Wassertischs

Berliner Wassertisch, Sprecherteam, 23.10.2018 http://berliner-wassertisch.net ==============================================
Maude Barlow überreicht Berlin “Blue Community”-Zertifikat

Die deutsche Hauptstadt ist mit der heutigen Überreichung des  “Blue Community”-Zertifikats ganz offiziell zur “Blue Community” geworden.
Maude Barlow, weltweit bekannte Wasseraktivistin, Trägerin des alternativen Nobelpreises und Initiatorin des globalen Wasserprojekts, ist eigens nach Berlin gekommen, um dem Berliner Senat, vertreten durch Senatorin Regine Günther, das Zertifikat des Council of Canadians zu überreichen. Berlin ist damit nach Bern und Paris die dritte „blaue“ Hauptstadt Europas.
Bereits am 22. März, dem Weltwassertag 2018, hatte sich Berlin durch Beschluss des Abgeordnetenhauses zu den Grundsätzen einer “Blue- Community”, die die Anerkennung von Wasser als Menschenrecht und den Erhalt des Wassers als öffentliches Gut erfasst, bekannt.

Damit vollendet die Koalitionsregierung, was auf Anregung des Berliner Wassertischs im März  2017 begann, als Maude Barlow durch Vermittlung von Dorothea Haerlin im Berliner Abgeordnetenhaus einer interessierten Öffentlichkeit das vom Council of Canadians entwickelte „Blue Communitiy“-Projekt vorstellte. Barlow führt als Vorsitzende des Council of Canadians, der größten zivilgesellschaftlichen Vereinigung Kanadas, die Initiative “Blue Community” an.

Bei der Zertifikatsübergabe am Trinkwasserbrunnen im Park am Gleisdreieck wurde deutlich, dass die Umsetzung der Blue Community-Ziele Herausforderung und Aufgabe sein wird, dass dafür aber auch sehr viel innovatives und kreatives Potenzial in der Stadt vorhanden ist, das seine Beteiligung einbringen möchte.

Dazu Dorothea Haerlin, Mitbegründerin des Berliner Wassertischs: “Ein erstes Zeichen ist gesetzt durch den Parlamentsbeschluss, auch die Berliner Wasserbetriebe, hier vertreten durch ihren Vorstandsvorsitzenden Jörg Simon, sind  jetzt stärker als bisher in der Pflicht. Aber es liegt auch an uns, den Initiativen, das Projekt umzusetzen. Deshalb spreche ich hier nicht nur für den Berliner Wassertisch, sondern auch für viele andere, die für das öffentliche Gut Wasser aktiv sind und in “Blue Community” eine Chance sehen: Die einen, a tip:tap, setzen sich verstärkt für das Trinken von Leitungswasser statt Flaschenwasser ein, andere, wie Flussbad Berlin, legen den Schwerpunkt auf eine saubere Spree, wieder andere, wie Ecotoilets, kümmern sich um ökologische Toiletten. Ganz besonders wichtig ist, dass durch die Beteiligung des Weltfriedensdienstes, von Brot für die Welt und dem Forum für Umwelt und Entwicklung auch der globale Aspekt des Wassers mit bedacht wird. Die Wasserkrise wird durch sie auch hier in Berlin in die Öffentlichkeit getragen. Der heutige Tag setzt den Impuls für neue Taten.”

Christa Hecht, Geschäftsführerin der Allianz der öffentlichen Wasserwirtschaft (AöW): „Ich beglückwünsche Berlin zum Beschluss, ‚Blue Community‘ zu werden. Die Stadt bekennt sich damit zu ihrer Verantwortung für die Umsetzung des Menschenrechts auf Zugang zu sauberem Wasser und sanitärer Grundversorgung und die Bewahrung der örtlichen Wasserressourcen. Die Versorgung der Bürgerinnen und Bürger mit Trinkwasser ist ein wichtiger Bestandteil der kommunalen Daseinsvorsorge. Der Status einer ‚Blue Community‘ sichert das dauerhaft in öffentlicher Hand ab, fördert das Bewusstsein für die Bedeutung von Wasser, unterstützt den Gebrauch von Leitungswasser in öffentlichen Einrichtungen und bei Veranstaltungen sowie die Einrichtung von Trinkwasserbrunnen in der Stadt in Zusammenarbeit mit Organisationen und Initiativen aus der Bevölkerung. Mit alldem wird Berlin noch lebenswerter und umweltbewusster.”

Ulrike von Wiesenau, Pressesprecherin des Berliner Wassertischs und Gemeingut in BürgerInnenhand, beglückwünscht den Berliner Senat zum neuen Status: „Die Zertifikatsverleihung zur “Blue Community” ist ein besonderer Tag für die Hauptstadt und für die Berlinerinnen und Berliner, die mit dem Wasser-Volksentscheid vom Februar 2011 einer Rekommunalisierung der Berliner Wasserbetriebe den Weg bereitet haben.
Der Senat bekennt sich damit zu dem Grundsatz, Wasser als elementares Lebenselement der Gewinnerzeugung zu entziehen und es als Gemeingut zu bewahren und zu schützen. Auch eine Demokratisierung der Wasserbetriebe kann durch den politischen Kontext der “Blauen Gemeinschaft” neue Impulse gewinnen. Das Partizipationsmodell des Berliner Wasserrates wird unter dem Leitprinzip „Nicht weniger Staat, sondern besserer Staat“ in den kommenden Wochen weiteren Ansprechpartnern aus Politik, Verwaltung und Wissenschaft vorgestellt werden.”

Maude Barlow, die wie eine Zauberin alle zusammengebracht hat, die sich sonst nicht immer grün sind, um das Thema Wasser gemeinsam anzugehen, ist glücklich über das neue Mitglied im Kreis der Blauen
Städte: “Es ist mir eine große Freude, dass ich heute einer Stadt, die weltweit berühmt geworden ist durch die Rekommunalisierung ihres Wassers, das Zertifikat “Blue Community” übergeben darf. Das bedeutet, dass sich Berlin für das öffentliche Wasser lokal wie global verstärkt einsetzen will. Ob wir Wasser als ein Gemeingut oder eine Ware sehen, ist die zentrale Frage unserer Zeit, wenn es um die Wasserressourcen der Welt geht. Der fehlende Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen ist die größte Menschenrechtsverletzung unserer Zeit. Wir brauchen eine neue Wasser-Ethik, die Wasserschutz und Wassergerechtigkeit in den Mittelpunkt von Politik und Handeln stellt.
Wasser ist das gemeinsame Erbe aller Menschen und künftiger Generationen. Wenn wir das begreifen, wird Wasser die Gabe der Natur sein, die uns lehrt, wie wir auf der Erde in Frieden und Respekt miteinander leben können.”

Pressekontakt: Gerlinde Schermer 0178 634 49 85

Rede bei der Übergabe des Zertifikats „Blue Community Berlin“ durch Maude Barlow am 23.10.18

Liebe Maude,

vor vielen Jahren schon überlegten wir zusammen, wie Berlin Blue Community werden könnte. Heute besiegelst du das durch die offizielle Übergabe des Zertifikats an die Stadt Berlin, schneller als wir das damals zu hoffen gewagt hatten. Das ist ein großer Erfolg!

Und doch wissen wir, dass die eigentliche Arbeit noch vor uns liegt, wenn wir uns nicht damit begnügen wollen, dass Blue Community ein hohles Logo bleibt, mit dem sich die Stadt nur schmückt.

Die erste Hürde ist genommen durch den Parlamentsbeschluss am 22.März 2018 und wir konnten auch die Berliner Wasserbetriebe für die Idee gewinnen. Politik und Wirtschaft sind jetzt anders als bisher in der Pflicht.

Der Bau von 100 Brunnen ist ein Anfang, aber bedenkt man, dass andere Städte wie München, Paris oder Wien hunderte von Brunnen haben, Zürich z.B. 1500, dann ist das für eine Stadt mit fast 4 Mio. EinwohnerInnen nicht sehr viel. Selbst der Beschluss des Abgeordnetenhauses geht darüber hinaus: „Die Sichtbarkeit der Brunnen soll erhöht und ihre Nutzbarkeit möglichst ganzjährig gesichert werden“. Da ist allein an dem Punkt noch viel zu tun.

Und ein weiterer Punkt scheint mir noch gar nicht angepackt. Vielleicht können Sie, Frau Senatorin, Ihre Kollegin Scheers daran erinnern. Ich zitiere: „Darüber hinaus soll der Senat Bildungsarbeit im Bereich (Leitungs-) Wasser fördern und entsprechende Akteure gezielt unterstützen.“ Außerdem ist ja bekannt, dass der Senat viele Schulneubauten plant, da müsste es nach „Blue Community“ selbstverständlich sein, dass diese alle mit Trinkwasserbrunnen versehen werden.

Nun liegt es aber auch an uns, den Initiativen von unten, das Projekt umzusetzen. Deshalb spreche ich hier nicht nur für den Berliner Wassertisch, sondern auch für viele andere, die für das Thema Wasser schon aktiv sind und in Blue Community jetzt eine Chance sehen, besser zusammenzuarbeiten. Das Thema Wasser ist sehr vielfältig und entsprechend auch die anwesenden Organisationen und es sind heute noch lange nicht alle dabei. Die einen (a tip:tap)setzen sich verstärkt für Leitungswasser statt Flaschenwasser in der Öffentlichkeit und in Schulen ein, andere legen den Schwerpunkt auf eine saubere Spree ( Flussbad Berlin). Es fehlt heute leider Ralf Steeg, der dir Maude, das Pilotprojekt Luritec gerne gezeigt hätte, doch er ist im Ausland, wo seine Technik sehr gefragt ist. Zu wenig beachtet wurde bisher das in Punkt 1 enthaltene Menschenrecht auf sanitäre Grundversorgung, deshalb freut es mich besonders, dass der Geschäftsführer von Ecotoilets jetzt mit dabei ist. Wir wissen, dass die Zahl der Obdachlosen steigt und es auch viele Arme gibt, die sich 50 Cent für einen Toilettengang nicht leisten können. Auch hier ist die von Ihnen, Frau Senatorin, erwähnte Zahl noch viel zu niedrig. Ganz besonders wichtig ist, dass durch die Beteiligung des Weltfriedensdienstes und das Forum für Umwelt und Entwicklung auch der globale Aspekt des Wassers hier lokal mit bedacht wird. Die Wasserkrise, die du Maude so eindringlich beschreibst, wird durch sie auch hier in Berlin in die Öffentlichkeit getragen. In dem Beschluss des Abgeordnetenhauses wird ja ausdrücklich auf den Wasserfußabdruck hingewiesen. Ich zitiere: „ Zudem ist zu prüfen, inwiefern der Wasserfußabdruck Berlins, vor allem im Hinblick auf importiertes Wasser aus Ländern des globalen Südens, in die Vergaberichtlinien des Landes aufgenommen werden kann.“ Das ist ein klarer Auftrag an Sie, Frau Günther.

Der heutige Tag ist also kein Schlussstrich, sondern vielmehr ein Startschuss für neue Taten.

Vielen Dank, liebe Maude, fast wie eine Zauberin hast du heute Personen zusammengebracht, die sich sonst nicht immer grün sind, damit sie jetzt das Thema Wasser gemeinsam anpacken.

23.10.18; Maude Barlow (Vorsitzende Council of Canadians und Traegerin des Alternativen Nobelpreises) ueberreicht die Urkunde “Blue Community) an den Senat von Berlin, der von Umweltsenatorin Regine Guenther (Günther) (parteilos) vertreten wird; die Zeremonie findet am Trinkwasserbrunnen im Park am Gleisdreieck statt; Joerg (Jörg) Simon Berliner Wasserbetriebe Senatorin Guenther und Barlow; mit Buergerinitiativen; Maude Barlow (Chair of the Council of Canadians and Alternative Nobel Prize winner) hands over the certificate “Blue Community” to the Senate of Berlin, which is represented by Environmental Senator Regine Guenther (non-party), at the drinking water fountain in the park on the Gleisdreieck ;

Als ersten Schritt möchte ich hier anregen, dass eine aufklärende Information erstellt wird, denn die allermeisten Berliner und Berlinerinnen haben von „Blue Community Berlin“ noch gar nichts gehört. Ein Logo dafür haben wir schon und wie ich höre, gefällt es Maude sehr gut. Es kann also sofort auf die Webseiten des Senats, der Berliner Wasserbetriebe, auf die der Initiativen, auf die Touristeninformation etc. Meine Fantasie kennt da keine Grenzen.

Liebe Maude, ich danke dir, dass du uns hier alle zusammengebracht und einen Anstoß gegeben hast damit wir uns für das Lebenselixier Wasser noch viel mehr einsetzen. Ich hoffe ab jetzt auf offene Ohren und Taten in der Politik und den Berliner Wasserbetrieben, wir Initiativen werden nicht locker lassen.

Dorothea Härlin, Berlin, 23.10. 2018

 

Übergabe des Zertifikats “Blue Community Berlin” durch die Initiatorin

Die Übergabe des Zertifikats “Blue Community Berlin” durch die Initiatorin, Maude Barlow, findet statt am 23.10.18 um 15 Uhr am Trinkwasserbrunnen in Park am Gleisdreieck

(Möckernstr.43 / U-Bfh. Mehringdamm, Eingang zum Park  gegenüber der Hornstraße, dann ca. 300m)

Blue Community Berlin Banner

Einladung zu einem Treffen zur Vorbereitung der Übergabe der Urkunde zu Blue Community durch Maude Barlow

Di., 4.September, 19 Uhr

Im Haus der Land- und Ernährungswirtschaft, Claire-Waldorff-Str.7, 10117 Berlin ,                                               

Raum B2 oder B3 (wird ausgeschildert).

  Am 22.10.18 wird Maude Barlow nach Berlin kommen und offiziell die Urkunde für Blue Community Berlin übergeben. Auf meine letzte Mail, in der ich das schon angekündigt habe, kamen mehrere Vorschläge, wie wir, die Initiativen von unten, die das Projekt einmal  mit angestoßen haben,das feiern können. Im Anhang findet ihr jetzt verschiedene Ideen und auch wenn noch nicht der ultimative Vorschlag darunter ist, so regen sie alle zum Weiterdenken an.

Ich halte es für wichtig, dass wir uns treffen, um gemeinsam  einen Vorschlag zu erarbeiten, den wir dem Senat vorschlagen können. Wichtig scheint mir, dass der Besuch zum Anlass genommen wird, um der Berliner Bevölkerung bekannt zu machen, dass wir Blue Community geworden sind. Viele haben das noch nicht mitbekommen, aber damit das Projekt nicht nur ein Label auf dem Papier bleibt, ist es wichtig, dass es bekannt und auf vielen verschiedenen Ebenen umgesetzt wird.

Offizieill ist Blue Community nach dem Beschluss im Abgeordeneten jetzt angesiedelt bei den Senatsstellen  für Wirtschaft und  für Umwelt. Auch dort wird geplant und ich hoffe, dass wir davon bei unserem Treffen am 4.September mehr erfahren.

Alle weiteren Vorschläge, die von euch kommen, schicke ich dann nochmal Ende August an alle weiter.

Ich freue mich auf ein kreatives Treffen            Dorothea

Einladung zum Blue Community-Treffen (16.05.2018)

An alle, die jetzt mit anpacken wollen:

Pünktlich zum Weltwassertag am 22.3.8 hat das Abgeordnetenhaus den Beschluss gefasst, dass Berlin Blue Community wird.

Nun ist es auch an uns, die wir am Thema Wasser in der Stadt arbeiten, dass wir unser Versprechen einlösen, dass wir diese Idee mit Inhalten füllen.

Deshalb laden wir zu einem Treffen ein am:

Mi.16.Mai ,  18 – 20.30 , im Haus der Land- und Ernährungswirtschaft (HdLE), Konferenzraum 2

Claire-Waldorff-Str. 7, 10117 Berlin (Wegbeschreibung)

 

Hier einige Punkte, die unserer Meinung nach besprochen werden sollten:

  1. Vorstellungsrunde und Berichte, Stand der Dinge.
  2. Wollen wir ein eigenes Logo für Berlin?
  3. Viele Ideen, z.B.  für Flaschen für den Alltagsgebrauch für alle, speziell auch für Schüler*innen,  Studierende, Tourist*innen….. für Leitungswasser. (Bringen Sie gerne Beispielkaraffen/-flaschen mit)
  4. Wollen wir ein gemeinsames Informationsblatt oder macht jeder ein eigenes? Der Berliner Wassertisch hat erst mal einen Flyer für den ersten Anfang gemacht.
  5. Ideen für eine Veranstaltung mit Maude Barlow zur Übergabe der Urkunde, auf der Blue Community den Berliner*innen breit bekanntgegeben wird. (Die Presse hat ja über den Beschluss leider kaum berichtet.)
  6. Verschiedenes

Wir freuen uns auf alle, die jetzt aktiv werden wollen!

Berlin ist Blue Communtiy

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Berliner Wassertisch, Sprecherteam, 22.03.2018
http://berliner-wassertisch.net

Abgeordnetenhausbeschluss:
Deutsch
Englisch (Press statement)
Spanisch (Comunicado de prensa)
Französisch (Déclaration de presse)

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Berlin wird Blue Community – ein besonderer Weltwassertag

Berlin ist heute durch Beschluss des Abgeordnetenhauses pünktlich zum
Weltwassertag 2018 eine „Blue Community“ geworden.

Das Land Berlin verpflichtet sich damit, das Menschenrecht auf Wasser und
sanitäre Grundversorgung in der Stadt real umzusetzen, also flächendeckend
in der Öffentlichkeit Trinkwasserbrunnen und Toiletten kostenfrei zur
Verfügung zu stellen. Zusätzliche Grundsätze sind der Erhalt der
Wasserversorgung als öffentliches Gut, der Schutz der Berliner Flüsse,
Kanäle und Seen, die Pflege von internationalen Partnerschaften und die
Förderung von Leitungswasser gegenüber Flaschenwasser.
Gerade der letzte Punkt bietet sich u.a. für Projekte in Schulen und
Universitäten an, weshalb der Senat in seinem Beschluss bereits die
Bildungsarbeit im Bereich Wasser besonders hervorhebt. Das reicht von der
Aufklärung über die Qualität unseres Leitungswassers gegenüber vielen
qualitativ weniger geprüften Flaschenwassern über die Vermeidung von
Plastikmüll bis zur Aufklärung über den Wasserfußabdruck, vor allem im
Hinblick auf das Wasser in vielen Lebensmitteln und Waren, die wir aus den
Ländern des Südens importieren.

Damit realisiert die Koalitionsregierung, was auf Anregung des Berliner
Wassertischs vor einem Jahr begann, als die Initiatorin dieses Projekts, die
weltweit bekannte Wasseraktivistin und Trägerin des alternativen
Nobelpreises, Maude Barlow, durch Vermittlung von Dorothea Härlin ins
Berliner Abgeordnetenhaus eingeladen wurde, um einer interessierten
Öffentlichkeit „Blue Communitiy“ vorstellzustellen. Das global gedachte
Projekt wurde vom  Council of Canadians entwickelt, dessen Präsidentin Maude
Barlow ist. Berlin ist nach Bern und Paris die dritte „blaue“ Hauptstadt in
Europa, in Deutschland sind ihr München und Marburg schon zuvorgekommen.

Dazu Johanna Erdmann, Mitbegründerin des Berliner Wassertischs: „Die
Rekommunalisierung der Berliner Wasserbetriebe wurde durch unseren
Volkentscheid „Unser Wasser“  in die Wege geleitet. Wir freuen uns, dass
unsere Anregung, Maude Barlow ins Abgeordnetenhaus einzuladen, zu einem
weiteren Schritt geführt hat, um mit dem Lebenselixier Wasser bewusster,
sozialer und ökologischer in unserer Stadt umzugehen. Es liegt es jetzt vor
allem auch an uns Berlinern und Berlinerinnen, diese Idee mit konkreten
Inhalten zu füllen und diese gemeinsam umzusetzen.“ Ulrike von Wiesenau,
Mitbegründerin des Berliner Wasserrates, begrüßt den Senatsbeschluß: „Wasser
als elementares Lebenselement darf kein Mittel zur Gewinnerzeugung sein, es
muss als Gemeingut geschützt und bewirtschaftet werden. Das Konzept einer
Blue Community zieht nach der Rekommunalisierung der Berliner Wasserbetriebe
zwingend eine Demokratisierung nach sich, um die hohen Anforderungen einer
‚blauen Gemeinschaft‘ zu erfüllen. Der Berliner Wasserrat wird sein dazu
entworfenes Partizipationsmodell in den nächsten Monaten der Politik
vorstellen.“

Unmittelbar nach der Abstimmung treffen die Grüße von Maude Barlow aus
Kanada ein: „Ich fühle mich der Stadt Berlin und ihren vielen Aktiven schon
seit dem Referendum und der folgenden Rekommunalisierung der Berliner
Wasserbetriebe ganz besonderes verbunden. Ich freue mich sehr, dass Ihr
jetzt mit Blue Community einen weiteren Schritt vorwärts in Richtung Wasser
als öffentliches Gut und Anerkennung des Menschenrechts gemacht habt. Wann
feiert ihr das? Ich würde sehr gerne dazu kommen.“ Es gibt seit dem letzten
Jahr einen Kreis von Interessierten, die nur noch auf den Senatsbeschluss
gewartet haben, um jetzt ihre Ideen unter dem neuen Dach der „Blue
Community“ in dieser Stadt umzusetzen.

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Auf ein Wasser nach dem Senatsbeschluss,
trinkt gern ein Frisches aus der Leitung mit uns mit!

Berlin ist Blue Community

 

 

 

 

 

 

 

“Bis zum letzten Tropfen” in der Regenbogenfabrik

Anlässlich der Abstimmung des Berliner Abgeordneten Hauses über den Beitritt der Hauptstadt zur Blue Community findet in der Regenbogenfabrik (Lausitzer Straße 22, 10999 Berlin) am Freitag den 23.03.2018 eine Abendveranstaltung statt. Hauptattraktion ist die Vorführung des Films “Bis zum letzten tropfen” von Yorgos Avgeropoulos ab 19:30 Uhr. Anschließend läd der Berliner Wassertisch zu einer Diskussion beim sich anschließendem Umtrunk ein.

Den Einladungsflyer könnt ihr hier einsehen.

Berlin wird Blue Community

Berlin wird Blue Community! Auf Vorlage des Ausschusses für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz stimmt das Berliner Abgeordnetenhaus an diesem Donnerstag, den 22.03.2018 ab 10h darüber ab, dass Berlin sich zur Blue Community erklärt. Hier ist die offizielle Beschlussvorlage einzusehen (Punkt 26).

Es läuft! Regierungskoalition stellt Antrag!

In Berlin haben die Regierungskoalitionäre den Antrag gestellt, Berlin zur Blue Community zu machen! Aktuell Es liegt der Antrag der Regierungskoailtion in den Ausschüssen und geht dann hoffentlich in einer 2. und 3. Lesung ohne Probleme durch das Abgeordnetenhaus.

Antrag B.C. 18.0565, 28.9.17 (<- klicken)

Der erste Absatz des Antrag hier – weil es so schön ist – in voller Länge:

Das Abgeordnetenhaus wolle beschließen:
Der Senat wird aufgefordert, sich an der Initiative Blue Community, ins Leben gerufen durch den Council of Canadians, zu beteiligen. Das Land Berlin bekennt und verpflichtet sich nachhaltig damit zu folgenden Grundsätzen:
– zur Anerkennung von Wasser und sanitärer Grundversorgung als Menschenrecht,
– zum Erhalt des Wassers als öffentlichem Gut,
– zum Schutz der Qualität des städtischen Trinkwassers sowie der Berliner Flüsse und Seen,
– zur Förderung von Berliner Leitungswasser gegenüber Flaschenwasser,
– zur Pflege von internationalen Partnerschaften, betreffend die obengenannten Ziele.

“a tip: tap e.V.” Stellungnahme

Leitungswasser ist preiswert, verursacht fast keine CO2-Emissionen und kommt ganz ohne Verpackungsmüll aus. Mit dem Trinken von Leitungswasser anstelle von Wasser in Plastikflaschen kann jede Bürgerin und jeder Bürger ganz einfach einen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz leisten und unnützes Konsumverhalten stoppen.
Der gemeinnützige Verein a tip: tap e. V. setzt sich daher seit über 5 Jahren in verschiedenen Projekten für die Förderung von Leitungswasser gegenüber Flaschenwasser in Berlin ein (siehe www.atiptap.org). Da dieses Thema auch eines der Grundsätze der Blue Community Bewegung ist, fordert der Verein konkrete Maßnahmen zur Förderung von Leitungswasser gegenüber Flaschenwasser bei der Umsetzung der Initiative “Berlin als Blue Community” von den Regierungsparteien. Finden Sie hier die Stellungnahme des Vereins:


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